Karolingische Nachprägungen (Gruppe KN)
Die Münzen dieser Gruppe sind wohl
die ältesten Vertreter der sächsischen Randpfennige und wurden in der
zweiten Hälfte des 10. Jahrhunderts unter Kaiser Otto I. bis hin zu
König Otto III. geschlagen. Das Münzbild hat die deutschen
Nachprägungen (Regensburg und Mainz) karolingischer Denare Ludwig des
Frommen mit der charakteristischen Umschrift CHRISTIANA RELIGIO zum
Vorbild.
Typ KN 1
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Dieser Typ ist vom Durchmesser
der größte Randpfennig und kommt dem Vorbild des karolingischen
CHRISTIANA-RELIGIO-Pfennigs am nächsten. Typisch ist die Darstellung einer
Schwelle am Fuße der Kirchendarstellung auf der Vorderseite der
Münze. Die Besonderheit der Schwellendarstellung läßt die
Ausprägung an einer Münzstätte
vermuten. Münzstätte: anonym, möglicherweise Magdeburg Vorderseite: Stilisierte Letternkirche. Unter der Grundlinie eine mit Querlinien unterteilte Linie (Schwelle, Treppe?). Die Umschrift besteht aus einer Kombination von balkenähnlichen Strichen, Kreuzen und Ringeln. Rückseite: Kreuz mit Punkten in den Winkeln in einem gepunkteten oder aus verschmolzenen Punkten bestehenden Perlkreis. Umschrift besteht aus einer Kombination von Strichen, Kreuzen und Ringeln. Zeitstellung: ca. 965 - 985 Gewicht: ca. 1,55 g Durchmesser: 20,5 - 22,5 mm Referenzen: Dbg. 1325, 1325a, 2176; Gum. I, CNP 309 - 345; Bf. 66, 68, 71 |
Sächsischer Randpfennig vom Typ
KN 1 |
Typ KN 1o
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KN 1o ist der Obol zum Typ KN 1.
Münzstätte: anonym, möglicherweise Magdeburg Vorderseite: Stilisierte Letternkirche. Unter der Grundlinie eine mit Querlinien unterteilte Linie (Schwelle, Treppe?). Die Umschrift besteht aus einer Kombination von balkenähnlichen Strichen, Kreuzen und Ringeln. Rückseite: Kreuz mit Punkten in den Winkeln in einem gepunkteten oder aus verschmolzenen Punkten bestehenden Perlkreis. Umschrift besteht aus einer Kombination von Strichen, Kreuzen und Ringeln. Zeitstellung: ca. 965 - 985 Gewicht: ? Durchmesser: 15 - 16 mm Referenzen: Dbg. 1326, 1970; Gum. I, CNP 350 - 352; Bf. 67 |
Sächsischer Randpfennig vom Typ
KN 1o |
Typ KN 2:1
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Münzstätte: anonym, möglicherweise Bardowick oder Bremen Vorderseite: Stilisierte Letternkirche. Inschrift ODDO. Die Umschrift besteht aus einer Kombination von balkenähnlichen Strichen und Kreuzen. Rückseite: Kreuz mit Punkten in den Winkeln in einem gepunkteten oder aus verschmolzenen Punkten bestehenden Perlkreis. Umschrift besteht aus einer Kombination von Strichen, Kreuzen und Ringeln. Zeitstellung: ca. 975 - 985 Gewicht: ca. 1,30 g Durchmesser: 21 - 22 mm Referenzen: Dbg. 1328, 1800; Gum. I, CNP 293 - 308; Bf. 69, 70 |
Sächsischer Randpfennig vom Typ
KN 2:1 |
Typ KN 2:1o
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Münzstätte: anonym, möglicherweise Bardowick oder Bremen Vorderseite: Obol zu Typ KN 2:1. Stilisierte Letternkirche. Inschrift ODDO. Die Umschrift besteht aus einer Kombination von balkenähnlichen Strichen, Kreuzen und Kreisen. Rückseite: Kreuz mit Punkten in den Winkeln in einem gepunkteten oder aus verschmolzenen Punkten bestehenden Perlkreis. Umschrift besteht aus einer Kombination von Strichen, Kreuzen und Ringeln. Zeitstellung: ca. 975 - 985 Gewicht: ? g Durchmesser: 15 mm Referenzen: Dbg. 1802; Gum. I, CNP 349 |
Sächsischer Randpfennig vom Typ
KN 2:1o |
Typ KN 2:2
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Münzstätte: anonym, möglicherweise Bardowick oder Bremen Vorderseite: Stilisierte Letternkirche. Inschrift OTTO. Die Umschrift besteht aus einer Kombination von balkenähnlichen Strichen und Kreuzen. Rückseite: Kreuz mit Punkten in den Winkeln in einem gepunkteten oder aus verschmolzenen Punkten bestehenden Perlkreis. Umschrift besteht aus einer Kombination von Strichen, Kreuzen und Ringeln. Zeitstellung: ca. 975 - 985 Gewicht: Durchmesser: Referenzen: Dbg. 1327; Gum. I, CNP 292 |
Sächsischer Randpfennig vom Typ
KN 2:2 |
Typ KN 3
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Münzstätte: anonym, möglicherweise Seligenstadt, Gittelde oder Goslar Vorderseite: Stilisierte Letternkirche. Die Umschrift besteht aus einer Kombination von balkenähnlichen Strichen, Ringeln und Kreuzen. Rückseite: Kreuz mit Punkten in den Winkeln in einem gepunkteten oder aus verschmolzenen Punkten bestehenden Perlkreis. Umschrift besteht aus einer Kombination von Strichen, Kreuzen und Ringeln. Zeitstellung: ca. 970 - 985 Gewicht: ca. 1,49 g Durchmesser: 21 - 22 mm Referenzen: Dbg. 1325b; Gum. I, CNP 355 - 358, 364 - 370; Bf. 72 |
Sächsischer Randpfennig vom Typ
KN 3 |
Typ KN 4
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Münzstätte: anonym, möglicherweise Halle-Giebichenstein Vorderseite: Halbbrakteatenähnliche Prägung, bei der die Vorderseite meist durch die Prägung der Rückseite nicht erkennbar wird. Stilisierte Letternkirche. Die Umschrift besteht aus einer Kombination von balkenähnlichen Strichen, Ringeln und Kreuzen. Rückseite: Dickes Keilkreuz. Umschrift besteht aus einer Kombination von dicken, keilförmigen Strichen, Kreuzen und Ringel. Zeitstellung: ca. 985 - 1000 Gewicht: ca. 1,18 g Durchmesser: 18 mm Referenzen: Dbg. 1329, 1803; Gum. I, CNP 360 - 361, 371 - 389; Bf. 73 - 74, 76 |
Sächsischer Randpfennig vom Typ
KN 4 |
Typ KN 4/MgHP
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Münzstätte: anonym, möglicherweise Halle-Giebichenstein Vorderseite: Holzkirche der Magdeburger Nachprägungen. Die Umschrift besteht aus einer Kombination von balkenähnlichen Strichen und Ringeln. Rückseite: Dickes Keilkreuz. Umschrift besteht aus einer Kombination von dicken, keilförmigen Strichen und Ringel. Zeitstellung: ca. 985 - 1000 Gewicht: ca. 1,18 g Durchmesser: 18 mm Referenzen: Dbg. 1329a, 2177 - 2178; Gum. I, CNP 392; Bf. 75a - 75c |
Sächsischer Randpfennig vom Typ
KN 4/MgHP |



